Vision Alma
Verbunden mit Mensch und Natur
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Photo by Rogério Moreira on Unsplash

Unsere Vision für Alma - ein Video

Project alma ist ein ambitioniertes Gemeinwohlprojekt. Es hat sich über viele Lebensjahre entwickelt und speist sich aus den Erfahrungen, Wünschen, Überzeugungen und Erkenntnissen all derer, die sich hier engagieren möchten. Dieses Video ist noch auf die Initiatoren beschränkt, doch eigentlich wird es bald überholt sein, dann, wenn das WIR noch viel größer geworden ist.

Schaut euch das Video an und hört wie wir über das Kleine und Große denken und fühlen – vielleicht seht ihr euch auch in diesem Puzzle als Teil des Ganzen.

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Unsere Vision in lang - wer wir sind

RALF

Mein Name ist Ralf Kleimann und ich bin im Jahr 1971, als Greenpeace gegründet wurde, geboren. Man könnte meinen mir ist das Thema Umweltschutz in die Wiege gelegt worden und tatsächlich fällt es mir nicht schwer den Umweltschutz in meinen Alltag zu integrieren. Mein Denken und Handeln sind bestimmt davon, Gutes für Mutter Erde und die Menschheit zu tun.

War es in Teenagerzeiten mein selbst begründeter Job als Müllbeauftragter im familienbetriebenen Café & Konditoreibetrieb wo ich schon in den 1980er Jahren auf Pfand und eigene Portionierungen gesetzt habe, so kamen dann schnell die Mitgliedschaften bei Greenpeace und dem WWF. Später führte ich in unserem traditionellen Café nicht nur Bio und Fairtrade Kaffee ein, auch die Bio-Eier aus der Gegend und andere regionale Zutaten kamen dazu. Aus meiner Zeit aus Bremen nehme ich den Zivildienst als positiv prägende Erfahrung mit als auch die wunderbare Tätigkeit als TeaTaster in einem feinen, traditionellen Tee-Import Unternehmen.

Dazwischen lagen einige Jahre der Sinnsuche, des Reisens und wertvolle Erkenntnisse und Erfahrungen, die ich aus Down-Under mitgebracht habe. Allen voran die we-can-do Mentalität, die Offenheit und Freundlichkeit der Menschen dort und natürlich die Schönheit von Mutter Erde, die es auf jeden Fall zu bewahren gilt.

Die Erschaffung einer kleinen Kaffeebar, die vielen Kontakte zu unseren Mitarbeiter*innen und auch die am Ende sehr positiv aufgenommene und verlaufene Schließung des Familienbetriebes runden eine sehr intensive Zeit in meinem Leben ab.

Begleitet von viel Yoga und Taiji, was dann immer mehr Taiji und Qigong wurde, und spannende Seminare, Coachings und persönliche Begleitungen haben mich schließlich auf meinen eigenen Weg gebracht, der dann doch wieder ein Ziel hat – der Gemeinschaft zu dienen.

Jetzt starte ich mit meinem Weggefährten Jürgen Herzog unser ambitioniertes wie auch absolut in die Zeit passendes project alma. Die Kreise schließen sich und die Lebenswege führen uns in den Norden von Portugal, in die Wiege eines neuen, grünen, friedlichen Europas. So können wir als Deutsche mit Demut und Dankbarkeit zusammen mit unseren europäischen Freunden, mit Portugies*innen viel Gutes bewirken und Vorbild sein für viele Menschen in Europa und der ganzen Welt.

Wie das Projekt im Detail aussieht, erklären wir auf dieser Seite. Wie sieht unsere Vision zu diesem Projekt aus? Stellt euch ein großes Stück Land im grünen Norden Portugals vor. Galizien nördlich vom Grenzfluss und den Atlantik im Westen. Etwas südlich die Bildungs- und Kulturstädte Braga und Porto und ganz in der Nähe nach Osten der wunderbare Nationalpark Peneda-Gerês. In dieser von Sonne, Wind und Wetter (hier regnet es auch viel) verwöhnten Landschaft mit den herzlichen, offenen und bereiten portugiesischen Menschen werden wir project alma verwurzeln. Alma heißt übrigens Seele und in unserem Projekt geht es um die Heilung allen Beseeltens, also der Menschen (innen) und der Natur und Umwelt (aussen).

Das große Stück Land wird voll integriert, verwurzelt mit allem was dort ist. Wir werden zusammen mit den Menschen dort ökologische Landwirtschaft betreiben, dabei die Böden beschützen und die Humusschichten aufbauen, die Biodiversität steigern und atmosphärisches CO2 im Boden speichern. Zusätzlich nutzen wir ausschließlich regenerative Energien auf unserem Grundstück und speisen die Überschüsse ins Netz ein.

Teilhabe, mitwirken können, auf Augenhöhe begegnen und im Austausch sein mit all den verschiedenen Menschen, die Alma berührt – das ist es was wir erreichen wollen.

JÜRGEN

Komplettiert werde ich wie schon erwähnt von Jürgen Herzog, aber erzähl du selbst…

Ich bin in den Sechzigern groß geworden und in den Siebzigern eigentlich sozialisiert worden. Wichtige Wegmarken für mich waren die Ostverträge und der Geschichtsunterricht zum Thema Nationalsozialismus. Um die Verträge tobte, das kann man wirklich so sagen, damals eine erbitterte Auseinandersetzung, die durch die gesamte Gesellschaft ging. Und dann hatte ich das Glück, quasi zeitgleich, einen neuen und jungen Geschichtslehrer zu bekommen. Der mit uns den Nationalsozialismus behandelt hat, schonungslos sozusagen. (Und das war bis weit in die Siebziger Jahre hinein wirklich die Ausnahme.)

Beides waren Ereignisse, die für gelungene Veränderungen standen: Zum einen hin zu einer auf Verständigung basierenden Außenpolitik und zum anderen einen ehrlichen Blick auf die eigene Vergangenheit zu werfen und daraus die notwendigen Schlussfolgerungen zu ziehen. Ein drittes Ereignis kam dann später noch hinzu, das gewissermaßen die Grundsteinlegung abgeschlossen hat. Ich saß, im Rahmen eines Schüleraustauschs mit unserer französischen Partnerstadt, eines Abends im Wohnzimmer meiner Gastfamilie. Wir sprachen über dies und das und irgendwie kamen wir auf unsere gemeinsame, zum Teil ja sehr unglückliche Geschichte zu sprechen, u.a. die Zeit des Ersten Weltkrieges. Und die Großmutter erzählte von dem monatelangen Geschützdonner, der sie als junge Frau so sehr geängstigt hatte. Ich erinnerte mich dabei an die Erzählungen meines Großvaters, der als junger Soldat auf der anderen Seite gestanden hatte. Und mir ging durch den Kopf: Und jetzt, gerade mal zwei Generationen später, sitzen wir friedlich um einen Wohnzimmertisch herum, sind froh, dass wir in anderen Zeiten leben und uns eigentlich nichts mehr wünschen, als im Frieden miteinander zu leben.

 

Wie gesagt, diese Ereignisse und diese Zeit haben mich sehr geprägt. Später in der Schule und im Studium habe ich dann gelernt, dass man als Einzelkämpfer nicht wirklich weit kommt: gemeinsames Lernen hat mir über einige Hürden verholfen, aber auch das gemeinsame Streiten für gemeinsame Interessen hat mich dazu gebracht, über das Eigene hinauszudenken und mich auch für das Gemeinsame einzusetzen.

 

Ich bin 1977 zum Studium nach Münster gekommen. Ich habe Sozialwissenschaften und Geschichte auf Lehramt studiert und später dann das Referendariat absolviert. Jetzt bin ich seit 2003 soloselbständig als Bürodienstleister.

Neben meinen beruflichen Tätigkeiten habe ich mich immer auch ehrenamtlich engagiert. Zurzeit tue ich dies in der Friedensinitiative Münster e.V., wo ich mit im Vorstand bin, und im Kulturquartier, wo ich unterstützend tätig bin. Gehört zu meinem Leben dazu.

 

Als Ralf mir seine Ideen von dem Projekt vorstellte, das jetzt project alma heißt, und mich fragte, was ich davon hielte, rutsche mir raus, ohne zu überlegen: „Da geht mir das Herz auf.“ Und wenn ich auf mein bisheriges Leben zurückblicke, dann ist dieses project alma eigentlich die logische und auch notwendige Fortsetzung. Es bedarf unbedingt der Änderung unserer Art und Weise zu wirtschaften, wir müssen auf unsere Vergangenheit der (nicht nur) letzten 50 Jahre schauen, daraus unsere Lehren ziehen und Taten folgen lassen. Und vor allen Dingen kann das niemand mehr alleine tun, dies können wir nur noch zusammen meistern.

Das ist meine Vision: Wir zeigen, dass man mit Respekt gegenüber der Natur wirtschaften und dabei jedem und jeder ein auskömmliches Leben sichern kann, dass wir trotz unterschiedlicher Herkunft, Kultur und auch vielleicht gegensätzlicher Ansichten ein friedliches Zusammenleben schaffen können. Wir brauchen dazu nicht viel mehr als den Willen dazu und ein bisschen Mut.

Und meine besondere Motivation ist dabei, dass ich bislang immer irgendwann dazugekommen bin, beim project alma jetzt aber von Anfang an dabei bin.